Ruhrpott - Glück Auf ! BGVR Bergbau- und Grubenarchaeologischer Verein Ruhr e.V.
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Ruhrpott

… ist und war für die Industriegeschichte einer der bedeutsamsten Regionen Europas.

Der frühe Bergbau begann hier in dem 15 Jht. und erreichte seine Blütezeit in den Jahren nach Beginn der industriellen Revolution. Einhergehend mit dem Ruhrbbergbau entwickelte sich die Stahl-, Eisen und Hüttenindustrie und wurde um 1900 zu einer der wichtigsten Montanregionen Europas. Von dieser herausragenden Stellung "profitierte" diese Region in den folgenden Jahrzehnten.


Im Ersten Weltkrieg konnte das Ruhrgebiet noch ohne Einschränkungen weiter
produzieren, während der Ruhrbesetzung, 1923, übte man sich im - erfolglosen -"passiven Widerstand".

Während der NS-Zeit musste das Ruhrgebiet unvorstellbar leiden, da hier die "Waffenschmiede des Reiches" stand. Diese Aussage entsprach zwar nicht der Wahrheit, trotzdem wurde das Ruhrgebiet stark zerstört. Viele Deutsche und vor allem auch viele ausländische Zwangsarbeiter, die unter menschenunwürdigen Umständen arbeiteten, litten unter den Bombardements. Daher gab es im Ruhrgebiet ein dichtes Netz von Bunkern, um den Angriffen zu entkommen oder um die Produktionsanlagen zu schützen.

Am meisten litten aber alle hier wohnenden - wie in ganz Deutschland - unter dem braunen Terror. Nicht zu vergessen, dass hier im Ruhrgebiet auch die Steigbügelhalter des Regimes saßen. Nachdem der braune Spuk vorbei war, gab es umfangreiche Demontagen und eine vollkommen neue Ausrichtung der Schwerindustrie. Nach dem großen Zechensterben sind nun auch die Stahlbarone ausgestorben, und das Ruhrgebiet präsentiert sich als Dienstleistungs- und Forschungszentrum.

Alte Zechen wurden meist abgerissen und Industriehallen gesprengt. Nur ein kleiner Teil blieb erhalten und wird symbolträchtig vermarktet. Die Ikonen unserer Region, als Beispiel sei Zeche Zollverein und die Jahrhunderthalle genannt, werden erhalten und bespielt. Leider hatten nicht alle Relikte unserer bewegten Vergangenheit dieses Glück: Viele alte Zechen, Bunker, Industriehallen wurden geschliffen. Seit einigen Jahren gibt es aber verschiedene Gruppierungen, die sich für diese Vergangenheit interessieren. Teilweise haben sie einen persönlichen oder familiären Bezug zu dem Thema, teilweise aber auch nicht. Gemeinsam haben sie alle eins: großen Spaß und Ehrgeiz, damit diese Region nicht geschichtslos wird.

Da aber immer wieder die Bereiche fließend ineinander übergehen und das Internet Grenzen verschwimmen lässt, wird es Zeit, sich auch mal persönlich auszutauschen.


In den verschiedenen Szenen gibt es unterschiedliche Schwerpunkte, und dieses Treffen soll nicht dazu führen, den eigenen Schwerpunkt aufzugeben. Ganz im Gegenteil: Der Sinn soll in einem gemeinsamen Austausch liegen, der jedem weiterhilft. Es wird Zeit, sich mal außerhalb des anonymen Internets zu treffen.


Das gemeinsame Gespräch in einer lockeren Runde soll dazu beitragen, sich besser kennenzulernen und Vorurteile abzubauen. Letztendlich wollen wir, jeder für seinen Bereich, alle nur dasselbe: Wir wollen die Faszination der Unterwelt, bzw. der verlassen Welt, nach oben holen und dokumentieren. Unsichtbares und Vergessenes SICHTBAR MACHEN!


Unsere Industriegeschichte ist ebenso bedeutenswert wie eine alte Römersiedlung am Niederrhein, deswegen habe ich folgendes Anliegen: Kommt alle und tauscht Euch aus. In vielen anderen Regionen, wo bekanntlich "sturere" Leute wohnen als hier im Ruhrpott, gibt es Stammtische!

Wer Lust hat, kann auch gerne ein Projekt vorstellen, Schwerpunkt sollte allerdings ein zwangloser Abend in lockerer Runde sein.

Also, wir hoffen, dass wir Euch alle bald begrüßen dürfen.

 

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